Der ehemalige Medienschaffende aus Bern fotografiert für sein Leben gern: Von Schnappschüssen auf Reisen, unvergesslichen Bildstrecken von Anlässen oder simplen, aber besonderen Momenten im Alltag ist alles mit dabei. Dank dem Aufruf in unserer Kundenumfrage durften wir Peter, 74 aus Bern, näher kennenlernen. Er hat uns verraten, wie es zu den insgesamt 107 Fotobüchern kam, die er bisher gestaltet hat.

Kleine Freuden im Alltag

Sein neuestes Lieblingsmotiv ist durch puren Zufall entstanden: Ein Blick auf die Tanne im Garten und schon hatte er zwei Turteltäubchen beim Date mit seiner Kamera eingefangen. Das gelingt Peter, weil er neugieriger Beobachter ist und ein Auge für die kleinen Besonderheiten im Alltag hat. 

Turteltauben – eine Aufnahme vom September 2020.

Von der analogen zur digitalen Fotografie

Als langjähriger Kunde hat Peter früher seine Aufnahmen auf Fotoabzüge bei Photocolor Kreuzlingen entwickeln lassen und eine Auswahl davon in Fotoalben eingeklebt. Das erste digitale Fotobuch hatte er im Juli 2006 bestellt: Ein kleines Fotobuch Spiral mit 24 Seiten, gefüllt mit Bildern vom Paul Klee Zentrum in Bern. Bei seiner Pensionierung 2006 hatte er sich vorgenommen, nach jeder Reise ein Fotobuch zu gestalten. Später entstand im Rhythmus von einem Quartal jeweils ein Fotobuch, nebst weiteren Büchern von grösseren Reisen und Ereignissen. Der einst gefasste Vorsatz schlägt sich nun in stolzen 107 Fotobüchern mit rund  7500 Seiten nieder - gespickt mit unzähligen Erinnerungen. Mit einem vorbildlich strukturierten Inhaltsverzeichnis professionalisierte der Hobbyfotograf sogar seine Bildbände; so behält er den Überblick über die vielen Seiten voller Fotomomente. Und genau das Festhalten dieser kurzen Erinnerungen, sie auf lange Zeit festzuhalten und beim Durchblättern zurückzurufen, spornt ihn an, Fotos zu schiessen und dann eben auch Fotobücher davon zu gestalten.

Bücherregal mit Fotobüchern - Die stattliche Sammlung von 107 Fotobüchern lässt sich sehen.

Beim Fotografieren kann man kurze Momente für lange Zeit festhalten. Da kann man fast philosophisch werden und das Gefühl erhalten, die Vergänglichkeit zu überwinden. Ausserdem helfen Fotos, mein schlechtes Gedächtnis zu überlisten und Erinnerungen zurückzurufen, die ich sonst vergessen würde.

ifolor Kunde Peter

Im Corona-Jahr galt auch für Peter «Warum in die Ferne schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah.» ( Goethe) Und so hatte er zwar weniger Momente fürs Fotobuch festgehalten, ging dafür aber öfter mit seiner Fotobuchsammlung auf Erinnerungsreise. 

Zum Schluss sagt Peter: «So wie eine externe Festplatte die Kapazität meines Laptops vergrössert, so ergänzen Fotos das beschränkte Volumen des Gedächtnisses.»